Kurzinterview mit Angela Rosa – Absolventin des Tourismus-KV

Frau Rosa, Sie haben nach einer Detailhandelsausbildung nochmals die Schulbank gedrückt und eine dreijährige Ausbildung zur Reiseberaterin beim Tourismus-KV abgeschlossen. Warum haben Sie sich für das KV in der Reisebranche entschieden?

Angela Rosa: Mein Traum war schon seit längerem der Tourismus und gleichzeitig wollte ich mich kaufmännisch ausbilden lassen, um später Branche und Tätigkeitsfeld zu wechseln.

Frage 1: Sie haben beides erlebt, darum die Frage, welches sind die grössten Unterschiede zwischen einer klassischen Lehre und einer Ausbildung auf dem Schul- und Praktikumsweg, wie beim Tourismus-KV?

Angela Rosa: Beim KV auf dem Schul- und Praktikumsweg konzentriert man sich in vier Semestern voll auf die Schule und im Praktikum voll auf die Arbeit. Das sehe ich als grössten Vorteil.

Frage 2: Warum?

Angela Rosa: Man kann sich voll auf die Berufsschule konzentrieren und muss so nicht die Hausaufgaben nach der Arbeit machen und/oder am Wochenende büffeln. Und: Während dem Praktikum steht man im Betrieb zu 100 % zur Verfügung, weil kein Schulunterricht stattfindet.

Frage 3: Schätzen das die Arbeitgeber?

Angela Rosa: Ja, denn der Praktikant ist ja grundsätzlich älter als der Lehrling, kaufmännisch vorgebildet und zu hundert Prozent verfügbar. Somit können andere, also interessantere und oft verantwortungsvollere Aufgaben im Betrieb übernommen werden.

Frage 4: War die Suche nach einer geeigneten Praktikumsstelle schwierig?

Angela Rosa: Ganz und gar nicht, weil in der Tourismus-Branche seit Jahren das Angebot an Stellen grösser ist als die Nachfrage.

Frage 5: Wie sind Sie zu Ihrer Stelle gekommen?

Angela Rosa: Die Schule hat mir eine Auswahl an Stellen präsentiert, somit konnte ich auswählen. Schliesslich habe ich mich für eine Stelle entschieden, die Neuland für mich bedeutete und die meinen Affinitäten am meisten entgegenkam.

Frage 6: Und in welcher Sparte war das?

Angela Rosa: Schiffsreisen. Konkret: Bei einem Reisebüro, das auf Kreuzfahrten spezialisiert ist und wo ich sehr schnell selbstständig Buchungen umsetzen und Kunden beraten durfte. Auch meine Fremdsprachen konnte ich so optimal einsetzen. Und ich durfte sogar an einer Studienreise während meinem Praktikum teilnehmen.

Frage 7: Sie haben die Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen und einen eidgenössischen Fähigkeitsausweis erlangt. Was kam danach?

Angela Rosa: Weil die Nachfrage nach ausgebildeten Reiseberaterinnen gross ist, habe ich sofort eine Anschlussstelle bei einer Reederei-Vertretung in Zürich gefunden. So konnte ich das Wissen vom Praktikum weiter vertiefen.

Fotos: Samuel Wimmer

Frage 8: In der Zwischenzeit haben Sie die Schifffahrt wieder verlassen?

Angela Rosa: Mein Traum war es schon immer möglichst vielseitig und abwechslungsreich Kunden beraten und Reisen organisieren zu dürfen. Darum habe ich mich auf die Stelle bei Kuoni beworben und bin nun als Reisberaterin am Schalter tätig.

Frage 9: Und wie ist das so?

Angela Rosa: Sehr spannend, anspruchsvoll und abwechslungsreich. Langweile kommt nie auf. Mir gefällt es sehr gut.